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Rund um unsere Bürgerinitiative.
Anlass für die Gründung unserer Bürgerinitiative war das Bekanntwerden der Pläne, die Müllverbrennungskapazität des Müllheizkraftwerkes in Neustadt um 130% zu erweitern. Derzeit werden in Neustadt 60.000 Tonnen Müll pro Jahr verbrannt, erweitert werden soll um 80.000 Tonnen, so dass dann insgesamt 140.000 Tonnen Müll pro Jahr hier verbrannt werden sollen.
Am 25.02.2004 beschloss der Kreistag, die Abfallentsorgung einschl. Satzungs- und Gebührenrecht auf 20 Jahre dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) zu übertragen. Vom Zweckverband ging diese Aufgabe am 02.08.2005 an die ZVO Entsorgung GmbH, die sich mit Billigung des Kreistages für die Erweiterung der Müllverbrennung entschied, ohne vorher alternative Möglichkeiten der Abfallbeseitigung zu prüfen. Dabei gibt es diese durchaus und sie sind wesentlich umweltfreundlicher weil nur etwa 40 % der ursprünglichen Abfallmenge verbrannt werden müssen. Denn heute weiß man, dass gerade bei der Verbrennung durch die hohen Temperaturen zusätzliche Schadstoffe entstehen, die darüberhinaus über die Abluft enorm weit gestreut werden.
Als Neustädter haben wir uns schon immer über die Müllverbrennungsanlage geärgert, die jedem Besucher als erstes ins Auge fällt, die so exponiert das Stadtbild beeinträchtigt und deren Abgasfahne immer über dem Stadtgebiet weht.
Aber, na ja, irgendwo musste der Müll ja auch verbrannt werden - unser Müll!
Nun geht es plötzlich gar nicht mehr in erster Linie um unseren Müll, auch wenn man den als Müll aus dem ganzen Kreis Ostholstein akzeptiert. Nein, es geht darum, die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu erhöhen, eine fällige Modernisierung im Nebenzug bezahlt zu bekommen, indem man 80.000 Tonnen unqualifizierten Müll "von irgendwo" herankarrt und auf Kosten der Umwelt und unserer Gesundheit verbrennt mit dem ausschließlichen Zweck, die Gewinne der Gesellschafter der ZVO Entsorgung GmbH zu steigern. Dabei ist keinesfalls gesichert, dass die Fremdmüllberge auch herbeigeschafft werden können, denn es werden z.Zt. überall die Verbrennungsanlagen ausgebaut.
Das alles wollten wir nicht zulassen und so entstand aus einer kleinen Gruppe empörter Bürgerinnen und Bürger unsere Bürgerinitiative, aus juristischen Gründen nun organisiert als Verein. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und beim Amtsgericht eingetragen unter dem Namen:
Bürger für ein besseres Müllkonzept in Ostholstein e.V.
Unsere Satzung finden Sie hier...
Vorstand, Kontakt und Bankinformationen hier ...
Die Möglichkeit, eine Beitrittserklärung für unseren Verein auszudrucken haben Sie hier...
Wir treffen uns regelmäßig in Neustadt, im Umwelthaus Neustädter Bucht, Am Strande 9 (s. Rubrik "Termine").
Es ist jedermann herzlich eingeladen, zu diesen Treffen zu kommen.
Übrigens, wir sind ein kleiner Verein und unsere Aktionen kosten viel Geld, schließlich konkurrieren wir, zumindest auf diesem Gebiet, mit einem Konzern mit großen Gewinnen und viel Politik und Behörden - diese hoffentlich nur von unseren Steuergeldern bezahlt!
Sie können uns mit Mitgliedsbeiträgen und/oder Spenden helfen, das zu finanzieren, was wir zur Erreichung der Ziele unseres Vereins tun und Sie können sicher sein, dass bei uns kein Geld über „Portokassen“ verschwindet.
Schließlich ein Wort zur Webseite. Sie wurde kurzfristig und mit tatkräftiger Unterstützung der Neustädter Firma „BalticSoft“ erstellt. Wir werden sie weiter entwickeln und aktualisieren und Sie auf dem Laufenden halten,
- über unsere weiteren Bemühungen, die Erweiterung des Müllheizkraftwerkes zu verhindern
und für ein besseres Müllkonzept in Ostholstein und
- über alle weiteren Entwicklungen bis zu einer endgültigen Entscheidung mit allem was dazu
gehört.
Wir werden nicht aufgeben. Bitte helfen Sie uns auch weiterhin bei unseren Aktionen gegen diese unnötige und durch nichts gerechtfertigte Ausweitung der Müllverbrennung in Neustadt!
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, das etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht!
Vaclav Havel
Wenn in zwei oder drei Jahren dieses Ungetüm von Müllverbrennungsanlage in Aktion tritt soll niemand sagen, er habe es nicht gewusst.
Niemand – auch unsere Politiker nicht, die sich vor den Kommunalwahlen im nächsten Jahr fragen lassen müssen, was sie dagegen getan haben.
Die derzeitige Wahlperiode läuft am 31. März 2008 ab - und vorher müsste ja eigentlich gewählt werden. Nun soll die Wahl in den Mai verschoben werden.
Na ja!
Diese Seite wird immer noch im Netz sein – und wir werden nicht aufhören, zu fragen und zu berichten!
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