Willkommen auf der Internetseite der Bürgerinitiative
"Bürger für ein besseres Müllkonzept in Ostholstein e.V."
Unser Verein wurde gegründet, um die Umwelt vor Schadstoffbelastungen aus dem Müllheizkraftwerk (MHKW) Neustadt zu schützen.
Unsere
Bürgerinitiative wendet sich gegen die Abfallwirtschaftspolitik des
Kreises Ostholstein. Sie setzt, nach unserer Meinung, auf überholte
Techniken, birgt gesundheitliche Gefahren für große Teile der
Bevölkerung, gefährdet die Entwicklung der Stadt Neustadt und seiner
Nachbargemeinden als Gesundheits- und Freizeitgebiet und enthält
wirtschaftliche Risiken, die letztendlich und vor allem durch Erhöhung
der Müllgebühren von allen Bürgern getragen werden müssten.
Diese
Internetseite soll eine Basis für alle bilden, die mit dieser
Entwicklung nicht einverstanden sind. Sie soll Informationen anbieten
und Entwicklungen und Positionen dokumentieren.
Natürlich ist sie auch ein Appell um Unterstützung an alle
Bürger/innen Ostholsteins. Helfen Sie uns, ein besseres
Abfallentsorgungskonzept für Ostholstein durchzusetzen! Unsere Erfahrungen aus den ersten fünf Jahren unseres "sich Einmischens" und was in der letzten Zeit sonst noch alles so passiert, lehren: Wehret den Anfängen. Wir - jeder von uns muß fragen, Aufklärung verlangen und bereit sein, sich einzumischen - oder unsere Umwelt geht langsam aber sicher ...
* Nach den teils drastischen Erhöhungen der
Müllgebühren hat sich bei den Kunden des ZVO energischer Widerstand formiert.
Die „Müllrebellen“ betreiben dazu eine Web-Seite unter der Adresse http://www.muellrebellen.org/.
Pressemeldungen der Bürgerinitiative
(Bitte Titel anklicken)
Besonders aktuelle Leserbriefe (Bitte Titel anklicken)
- nach allen übrigen schauen Sie bitte im Pressearchiv -
13.04.11 Hans Pohl, Neustadt; Ordnungsruf blieb aus
07.04.11 Harald Stroda, Neustadt; Abfallgebührensatzung
24.02.11 Berthold Sprenger, Heiligenhafen: Jetzt amtlich: der ZVO ist der
Teuerste
16.02.11 Manfred Clostermann, Neustadt; ZVO-Gebührenbescheid 2011
18.01.11 Wolfgang Schulze, Neustadt; Brauchen wir ein eigenes Müllheiz-
kraftwerk?
16.12.10 Bertold Sprenger, Heiligenhafen; ZVO-Müllentsorgung die teuerste
19.02.10 Horst-Gunther Potzeldt, Neustadt; Bürgerinitiative gebührt Dank
19.02.10 Roland Schröfl, Teneriffa; Sieg für die Gesundheit
14.02.10 Renate Schäfer, Neustadt; Viele Ungereimtheiten
19.01.10 Dr. Kriemhilt Hausberg, Neustadt; Ablenkungsmanöver
16.04.09 Günter Schulz, Neustadt; Unterstützung nicht zu erwarten
31.03.09 Helmut Franke, Neustadt; Unglaubliche Zahlen
21.03.09 Hans Pohl, Neustadt; zu ZVO Gebührenerhöhung
(Eintrag ins Gästebuch.)
Das Ausmaß der Bedrohung wird klein geredet!
Bei jeder Müllverbrennung kommt es zur Emission von Feinstaub, Stickoxiden, hochgiftigen Dioxinen und Furanen. Strittig sind nur die Mengen, welche die jeweilige Müllverbrennungsanlage in die Umwelt abgibt sowie ihr Grad der Gefährlichkeit.
Toxikologisch besonders gefährlich ist die Emission von Feinstäuben, d.h. nach gängiger Definition Staub mit einer Partikelgröße unter 10 µm. Grobstäube verbleiben nur relativ kurze Zeit in der Luft. Feinstäube dagegen verbleiben über längere Zeit in der Atmosphäre und können über größere Strecken transportiert werden. Feinstaub besteht wesentlich aus Ruß, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Weiterhin sind Feinstäube mit Partikelgrößen unter 1 µm lungengängig.
Jede Ausweitung der Müllverbrennung betrifft nicht Neustadt und Sierksdorf allein, ein Radius von 25 km um das MHKW erreicht Oldenburg, Grube, Dahme, Stockelsdorf, Plön und Lütjenburg.
Betroffen sind dadurch drei Viertel der Einwohner des Kreises Ostholstein und darüber hinaus auch Menschen in den benachbarten Kreisen Segeberg, Plön, Nordwestmecklenburg und Lübeck.
Die Abstände einzelner Gemeinden zum MHKW Neustadt betragen:
- Schönwalde = 10 km
- Lensahn = 16 km
- Grömitz = 13 km
- T'strand = 10 km
- Scharbeutz = 6 km
- Ratekau = 16 km
- Schwartau = 18 km
- Ahrensbök = 15 km
- Bosau = 20 km
- Malente = 16 km
- Eutin = 10 km
Aber, Einigkeit macht stark!
So kann man den ersten Erfolg beschreiben, den Bürger, Politiker und Verwaltung, vor allem von Neustadt und Sierksdorf in einmütige Anstrengung gegen jeden Druck und Widerstand durchsetzen konnten und der uns Mut für mehr machen sollte.
Das Staatliche Umweltamt Kiel hatte mit Bescheid vom 29. Juni 2007 der ZVO Entsorgung GmbH die Teilgenehmigung für den vom Kreis Ostholstein massiv unterstützten Ausbau der Müllverbrennung im Müllheizkraftwerk (MHKW) Neustadt erteilt. Damit war nach den Erfahrungen der öffentlichen Erörterung der von der Stadt Neustadt sowie von Bürgern eingelegten Einwendung vom 28. bis zum 30. März 2007 zu rechnen. Natürlich haben weder die Stadt noch die Bürgerinitiative diese völlig unverständliche Entscheidung gegen den ausdrücklichen Willen der Bürger hingenommen. Dies um so mehr als das Staatliche Umweltamt die Einwendungen der Bürger pauschal und in geradezu verletzender Art und Weise für unbegründet erklärte. Das ist sehr wenig und es wäre an sich schon ein Gebot der Höflichkeit gewesen, den Einwendern zu sagen, aus welchen Gründen im einzelnen ihre Einwendungen zurückgewiesen wurden.
Nach unserem Eindruck schlug sich das Amt schon hier in wichtigen Punkten auf die Seite der Antragstellerin und ließ Objektivität vermissen wo es eigentlich die Belange der Bürger hätte wahrnehmen sollen. Diese Haltung hat sich im Folgenden nicht geändert und so sind wir weiterhin fest entschlossen, gegen die nach unserem Verständnis ungerechten und bürgerfeindlichen Entscheidungen anzugehen.
Die geplante Erweiterung des
Müllheizkraftwerks in Neustadt sollte die ZVO Entsorgung GmbH in die Lage
versetzen, statt 60 000 Tonnen pro Jahr 140 000 Tonnen Müll pro Jahr verbrennen
zu können, allein zum Zweck der Steigerung ihrer Gewinne. Da so viel Müll im
Kreis gar nicht anfällt, sollten nach Auskunft der ZVO Entsorgung GmbH, 80 000
Tonnen Müll unbekannter Herkunft in den Kreis verbracht und im MHKW
Neustadt verbrannt werden.
Das war nicht hinzunehmen und so wurden beim Oberverwaltungsgericht Schleswig mehrere Klagen eingereicht,
- Klage
einer unmittelbar betroffenen Bürgerin (unterstützt durch die Bürger-
initiative), gegen den Ausbau der Müllverbrennung in Neustadt,
- Klage
der Stadt Neustadt gegen die Genehmigung des Ausbaus der Müllver-
brennung,
- Klage der
ZVO Entsorgung GmbH gegen den Bebauungsplan Nr. 71, den die
Stadt Neustadt
aufgrund
ihrer Planungshoheit für das Gebiet am Industrieweg
erstellt hat.
Diese Klagen wurden am 2. Februar 2010 verhandelt. Mitglieder der
Bürgerinitiative und interessierte Bürger sollten bei diesem Termin
möglichst zahlreich vertreten sein. Die Bürgerinitiative stellte
daher für die Fahrt zum OVG Schleswig einen kostenlosen Bus bereit. Das Angebot wurde gut genutzt, insgesamt wohnten mehr als 60 Neustädter Bürger der Verhandlung bei.
Über den Verlauf der Verhandlung finden Sie in unserem Pressearchiv eine Anzahl von Berichten, z.B.
hier ...
15.02.2010: Gute
Nachricht aus Schleswig! Das Oberverwal-tungsgericht hat die
Teilgenehmigung für die Erweiterung des Müllheizkraftwerkes Neustadt
aufgehoben, die das Staatliche Umweltamt Kiel der ZVO Entsorgung GmbH
2007 erteilt hatte.
Sehen Sie,
hier ... und hier ... und hier ...
Aufgrund der
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts, die durch das Landesamt erteilte Teilgenehmigung
aufzuheben, beschloss die Verbandsver-sammlung des ZVO in ihrer Sitzung vom 26.
Januar 2011, den im Januar 2008 gefassten Baubeschluss zur Erweiterung des Müllheizkraftwerkes
in Neustadt aufzuheben. Der Verbandsvorsteher wurde aufgefordert, in der Gesellschafter-versammlung
der ZVO Versorgung GmbH darauf hinzuwirken, dass die Gesellschaft über
geeignete Entsorgungswege die Entsorgungssicherheit im Kreis Ostholstein
dauerhaft sicherstellt.
Unmut kam
auf in der Einwohnerfragestunde als ZVO-Verbandschef Heiko Suhren mit
kritischen Fragen und Kommentaren umgehen musste - besonders zu den
geänderten Müllgebühren. Lesen sie dazu, hier ...
Im Ostholsteiner Anzeiger erschien nach der ZVO-Verbandsversammlung dieser aufmerksame Kommentar.
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