Willkommen auf der Internetseite der Bürgerinitiative
"Bürger für ein besseres Müllkonzept in Ostholstein e.V."
Am 2. Februar 2010 wurden vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig in öffentlicher Sitzung die verschiedenen Klagen um den Ausbau
der Müllverbrennung in Neustadt verhandelt:
- Klage
einer unmittelbar betroffenen Bürgerin (unterstützt durch die Bürger-
initiative), gegen den Ausbau der Müllverbrennung in Neustadt,
- Klage
der Stadt Neustadt gegen die Genehmigung des Ausbaus der Müllver-
brennung,
- Klage der
ZVO Entsorgung GmbH gegen den Bebauungsplan Nr. 71, den die
Stadt Neustadt
aufgrund
ihrer Planungshoheit für das Gebiet am Industrieweg
erstellt hat.
Mitglieder der
Bürgerinitiative und interessierte Bürger sollten bei diesem Termin
möglichst zahlreich vertreten sein. Die Bürgerinitiative stellte daher für die Fahrt zum OVG Schleswig einen kostenlosen Bus bereit. Das Angebot wurde gut genutzt, insgesamt wohnten mehr als 60 Neustädter Bürger der Verhandlung bei.
Über den Verlauf der Verhandlung finden Sie in unserem Pressearchiv eine Anzahl von Berichten, z.B.
hier ...
15.02.2010: Gute Nachricht aus Schleswig! Das Oberverwal-tungsgericht hat die Teilgenehmigung für die Erweiterung des Müllheizkraftwerkes Neustadt aufgehoben, die das Staatliche Umweltamt Kiel der ZVO Entsorgung GmbH 2007 erteilt hatte.
Sehen Sie,
hier ... und hier ... und hier ...
Weitere Nachrichten und Berichte finden Sie in unserem Pressearchiv.
Pressemeldungen der Bürgerinitiative
(Bitte Titel anklicken)
Das Ausmaß der Bedrohung wird klein geredet!
Bei jeder Müllverbrennung kommt es zur Emission von Feinstaub, Stickoxiden, hochgiftigen Dioxinen und Furanen. Strittig sind nur die Mengen, welche die jeweilige Müllverbrennungsanlage in die Umwelt abgibt sowie ihr Grad der Gefährlichkeit.
Toxikologisch besonders gefährlich ist die Emission von Feinstäuben, d.h. nach gängiger Definition Staub mit einer Partikelgröße unter 10 µm. Grobstäube verbleiben nur relativ kurze Zeit in der Luft. Feinstäube dagegen verbleiben über längere Zeit in der Atmosphäre und können über größere Strecken transportiert werden. Feinstaub besteht wesentlich aus Ruß, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Weiterhin sind Feinstäube mit Partikelgrößen unter 1 µm lungengängig.
Die Erweiterung des MHKW betrifft nicht Neustadt und Sierksdorf allein, ein Radius von 25 km um das MHKW erreicht Oldenburg, Grube, Dahme, Stockelsdorf, Plön und Lütjenburg.
Betroffen sind dadurch drei Viertel der Einwohner des Kreises Ostholstein und darüber hinaus auch Menschen in den benachbarten Kreisen Segeberg, Plön, Nordwestmecklenburg und Lübeck.
Die Abstände einzelner Gemeinden zum MHKW Neustadt betragen:
- Schönwalde = 10 km
- Lensahn = 16 km
- Grömitz = 13 km
- T'strand = 10 km
- Scharbeutz = 6 km
- Ratekau = 16 km
- Schwartau = 18 km
- Ahrensbök = 15 km
- Bosau = 20 km
- Malente = 16 km
- Eutin = 10 km
Besonders aktuelle Leserbriefe (Bitte Titel anklicken)
- nach allen übrigen schauen Sie bitte im Pressearchiv -
19.02.10 Horst-Gunther Potzeldt, Neustadt; Bürgerinitiative gebührt Dank
19.02.10 Roland Schröfl, Teneriffa; Sieg für die Gesundheit
14.02.10 Renate Schäfer, Neustadt; Viele Ungereimtheiten
19.01.10 Dr. Kriemhilt Hausberg, Neustadt; Ablenkungsmanöver
11.01.10 Ilse Tychsen, Neustadt; Standort nicht schädigen
29.10.09 Herbert G. Kappel, Neustadt; zu "Müll und Abwasser teurer?"
24.06.09 Manfred Clostermann, Neustadt; Subvention für den ZVO
11.06.09 Ilse Tychsen, Neustadt; Auf Erweiterung verzichten
16.04.09 Günter Schulz, Neustadt; Unterstützung nicht zu erwarten
31.03.09 Helmut Franke, Neustadt; Unglaubliche Zahlen
21.03.09 Hans Pohl, Neustadt; zu ZVO Gebührenerhöhung
(Eintrag ins Gästebuch.)
20.03.09 Christa Potzeldt, Neustadt; Abzocke in Ostholstein
20.01.09 Manfred Clostermann, Neustadt; Viel Lärm um nichts
01.01.09 Ilse Tychsen, Neustadt / LN; Neustadt 2009 und was da auf uns zukommt
24.12.08 Heinz Möller, Neustadt / LN; Zur Erhöhung der Abfallgebühren
22.12.08 Renate Schäfer, Neustadt; Das Weihnachtsgeschenk
03.12.08 Renate Schäfer, Neustadt / LN; Zeit, das Konzept zu überdenken
03.12.08 Ilse Tychsen, Neustadt / LN; Wir leben doch in einer Demokratie
27.11.08 Manfred Clostermann, Neustadt; Kein unabhängiger Berater
20.11.08 Horst-Dieter Graf, Neustadt; Geldverbrennungs-Anlage
18.11.08 Bernd Lascheid, Neustadt; Ohne Alternative?
14.11.08 Herbert G. Kappel, Uwe Tychsen, Neustadt; Politik ist nun gefordert
10.10.08 Ilse Tychsen, Neustadt; Danke an die Nachbarn
09.08.08 H.G.Kappel, H-G.Potzeldt, Neustadt; Fehlentscheidungen
23.07.08 Harald Strzoda, Neustadt; Gravierende Fehler. Zur ZVO-
Verbandsversammlung
06.07.08 Manfred Clostermann, Neustadt; Demnächst Müllchaos?
11.05.08 Ilse Tychsen, Neustadt "Ein hohes Gut - Zum Tag der Pressefreiheit"
05.03.08 Prof.Dr. Gerhard Elsner, Kaarst "Getrübte Urlaubsfreuden"
04.03.08 Heinz Möller "Aus der Luft gegriffen",
den Leserbrief des ZVO Pressesprechers finden Sie hier ...
Zum Stand des Genehmigungsverfahrens
Das Staatliche Umweltamt Kiel hat mit Bescheid vom 29. Juni 2007 der ZVO Entsorgung GmbH die Teilgenehmigung für den Ausbau der Müllverbrennung im Müllheizkraftwerk (MHKW) Neustadt erteilt. Damit war nach den Erfahrungen der öffentlichen Erörterung der von der Stadt Neustadt sowie von Bürgern eingelegten Einwendung vom 28. bis zum 30. März 2007 zu rechnen. Natürlich haben weder die Stadt noch die Bürgerinitiative diese völlig unverständliche Entscheidung gegen den ausdrücklichen Willen der Bürger hingenommen. Dies um so mehr als das Staatliche Umweltamt die Einwendungen der Bürger pauschal und in geradezu verletzender Art und Weise für unbegründet erklärte. Das ist sehr wenig und es wäre an sich schon ein Gebot der Höflichkeit gewesen, den Einwendern zu sagen, aus welchen Gründen im einzelnen ihre Einwendungen zurückgewiesen wurden.
Nach unserem Eindruck schlug sich das Amt schon hier in wichtigen Punkten auf die Seite der Antragstellerin und ließ Objektivität vermissen wo es eigentlich die Belange der Bürger hätte wahrnehmen sollen. Diese Haltung hat sich im Folgenden nicht geändert und so sind wir weiterhin fest entschlossen, gegen die nach unserem Verständnis ungerechten und bürgerfeindlichen Entscheidungen anzugehen.
So viel zum Stand der Dinge, dazu ein paar Erklärungen worum es uns geht.
Unser Verein wurde gegründet, um die Umwelt vor Schadstoffbelastungen aus dem Müllheizkraftwerk (MHKW) Neustadt zu schützen.
Unsere Bürgerinitiative wendet sich gegen die Abfallwirtschaftspolitik des Kreises Ostholstein. Sie setzt, nach unserer Meinung, auf überholte Techniken, birgt gesundheitliche Gefahren für große Teile der Bevölkerung, gefährdet die Entwicklung der Stadt Neustadt und seiner Nachbargemeinden als Gesundheits- und Freizeitgebiet und enthält wirtschaftliche Risiken, die letztendlich und vor allem durch Erhöhung der Müllgebühren von allen Bürgern getragen werden müssten.
Die geplante Erweiterung des Müllheizkraftwerks in Neustadt soll die ZVO Entsorgung GmbH in die Lage versetzen, statt 60 000 Tonnen pro Jahr 140 000 Tonnen Müll pro Jahr verbrennen zu können, allein zum Zweck der Steigerung ihrer Gewinne. Da so viel Müll im Kreis gar nicht anfällt, sollen nach Auskunft der ZVO Entsorgung GmbH, 80 000 Tonnen Müll unbekannter Herkunft in den Kreis verbracht und im MHKW Neustadt verbrannt werden.
Diese Internetseite soll eine Basis für alle bilden, die mit dieser Entwicklung nicht einverstanden sind. Sie soll Informationen anbieten und Entwicklungen und Positionen dokumentieren.
Natürlich ist sie auch ein Appell um Unterstützung an alle Bürger/innen Ostholsteins. Helfen Sie uns, ein besseres Abfallentsorgungskonzept für Ostholstein durchzusetzen!
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